Das Jahr 2021 hat gerade frisch begonnen und hoffentlich werden die kommenden 12 Monate weniger aufreibend als die Ereignisse der vergangenen 365 Tage. Für mich, oder besser gesagt uns, ist 2021 aber auch aus einem anderen Grund etwas besonderes: Vor 10 Jahren ging mit dem damaligen Beginn meiner freiberuflichen Tätigkeit als Grafiker der erste schankraum online. Seitdem ist viel Zeit vergangen und einiges passiert ...

Was bisher geschah

Neben den eigenen Aufträgen, die von der Hochzeitszeitung von Bekannten über verschiedene Websitegestaltungen bis hin zu einem (leider auch fragwürdigen) esoterischem Buchprojekt reichten, verbrachte ich einige Zeit als freier Mitarbeiter und Sommerurlaubs- sowie Krankheitsvertretung in Werbeagenturen im Münsterland. Gerade die Zeit in den Agenturen hat mich starg geprägt und mich erkennen lassen, was mir liegt und in welchen Bereichen ich weiter tätig sein möchte. An dieser Stelle ein ganz großes Danke an das Team von Pilotfisch in Warendorf und die Art Units 1 und 2 bei WLH Design in Wolbeck - ohne euch wäre vieles nicht möglich gewesen.

Neben den wechselnden Tätigkeiten und Autraggebern gab es aber über all die Jahre eine feste Konstante - die freie Mitarbeit bei der Uhrenmarke MeisterSinger in Münster. Zu Beginn sollte es eigentlich nur eine kleine InDesign-Schulung für die Geschäfstführung werden, auf welche ich durch eine Anzeige im lokalen Kleinanzeigenblatt "na dann" aufmerksam geworden bin. Schnell wurde daraus aber eine feste Mitarbeit im Büro des Unternehmens als freier Grafiker. Von anfänglich nur kleinen Drucksachen und Anzeigen erweitere sich mein Aufgabenbereich schnell und mündete schließlich im Aufbau des eigenen Onlineshops und dem Beginn meiner Tätigkeit im Produktdesign - was für mich zu diesem Zeitpunkt beides absolutes Neuland für mich war.

Mit Beginn von 2018 nahm meine freiberufliche Tätigkeit als Grafiker dann ein Ende und meine feste Anstellung bei MeisterSinger ihren Anfang. Allerdings bedeutet dieser Schritt auch vorerst das Ende für die privaten oder besser gesagt persönlichen Projekte - zum Beispiel die Arbeit am gemeinsamen Blog von mir und meinem Mann. Es fehlte neben der Vollzeitstelle einfach an Zeit.

Nun aber doch wieder ein Blog?

Wenn das Corona-Jahr 2020 eines für uns gebracht hat, dann ist dies ironischerweise mehr Flexibilität und Zeit (in Bezug auf Zeit allgemein). Während und nach dem ersten Lockdown im Frühjahr haben wir bei MeisterSinger die Möglichkeit eingeräumt bekommen, insofern machbar, von zu Hause aus zu arbeiten. Ein Angebot, dass ich gerne annahm - nicht, weil ich nicht gerne im Büro wäre, aber zu Hause kann ich mich wesentlich besser auf einzelne Projekte konzentrieren ... und der Kaffee schmeckt besser (sorry, lieber MeisterSinger-Kaffeevollautomat - ist halt einfach so).

Das Arbeiten aus dem Home Office heraus brachte aber einen weiteren Vorteil: Die täglichen Fahrten mit dem Bus quer durch die Stadt entfielen größtenteils. Was nach wenig klingt macht zusammengenommen aber ein bis eineinhalb Stunden pro Tag aus, die seither einfach wieder frei zur Verfügung stehen ... und die kann man entweder entspannt verstreichen lassen, oder eben sinnvoll nutzen.

Der Gedanke, selber wieder stärker online Präsenz zu zeigen, war relativ schnell gefasst. Immerhin waren Stephan und ich in den vergangenen Jahren durch die Aufklärungsarbeit in Sachen Immundefekte schon stark in dieser Richtung unterwegs. Außerdem habe ich über die Zeit gemerkt, dass ich einfach einen Experimentier-Raum brauche, in dem ich mich ausprobieren und Dinge einfach ausprobieren kann, ohne dabei an Staging-Verfahren und Absprachen mit Dienstleistern gebunden zu sein. Dazu bietet sich ein persönlicher Blog einfach besser an.

##Eine bewusste Dauerbaustelle Dieser Blog (und die damit zusammenhängenden Präsenzen in den sozialen Netzwerken) wird auf eine etwas andere Art und Weise mit neuen Inhalten gefüttert werden: Es wird keinen Redaktionsplan oder feste Termine für neue Artikel geben, vielmehr wird es so etwas wie eine offen einsehbare Dauerbaustelle sein. Ihr werdet sehen, wenn Artikel begonnen werden und vielleicht sogar mitbekommen, wie sie fortgeschrieben und ergänzt werden - was vielleicht auch mal über mehrere Tage oder verteilt über einen längeren Zeitraum geschehen kann - je nachdem wie es die Zeit gerade zulässt. Sobald ein Beitrag fertig ist, wird dieser dann aber auch in den sozialen Medien auftauchen. Wer dem schankraum dort folgt, wird also keine Neuigkeiten verpassen.

Was wird euch hier erwarten?

Das ist eine gute und berechtigte Frage, aber Ich weiß es noch nicht ganz genau. Der Grundgedanke ist folgender: